13KGHT73 bambusliebe Tipps – Nachhaltig ins Familienleben – bambusliebe GmbH
bambusliebe Tipps – Nachhaltig ins Familienleben

bambusliebe Tipps – Nachhaltig ins Familienleben

 

Wie gut, dass große Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen. Denn ist es nicht so, dass manche Veränderungen im Leben oft auch einen Rattenschwanz an Müll hinten dran haben? Mit wachsendem Umweltbewusstsein möchten wir aber auch Umzug, Heirat oder das Leben mit Kind ökologisch(er) halten. Wer bei der Planung und Vorbereitung einiges  berücksichtigt, kann dabei mit deutlich weniger Müll auskommen. Aber es muss passen; Zugeständnisse und Kompromisse haben ihre Berechtigung. Schließlich soll ja der eine oder andere Wunsch bei der Hochzeit umgesetzt werden und nach der Geburt können nicht unbedingt Berge an Stoffwindeln gewaschen werden. Wenn du gerade deine Hochzeit oder dein Leben mit Nachwuchs planst, kannst du vielleicht ein paar Anregungen gebrauchen, um das große Ereignis in vollen Zügen und müllreduziert zu genießen.

 


Tipps für die grüne Hochzeit

 

Klasse statt Masse

Eine kleine Hochzeit ist automatisch nachhaltiger. Denn ein weniger an Gästen bedeutet ganz einfach auch ein weniger an Anfahrtswegen, Essen, (Geschenk-)Verpackungen, Müll, Energieverbrauch ... Außerdem erspart eine überschaubare Gästeliste lästige Überlegungen wie: „Wenn wir Großtante XY einladen, müssen wir auch den und den einladen“. Es schont Budget und Umwelt und lässt mehr Auswahl, was die Veranstaltungsorte betrifft. Weil sich 40 Leute besser unterbringen lassen als 150.

 

Ortskundig

Eine Hochzeit im Freien mag grün wirken, ist es aber nicht zwangsläufig. Alles, was nötig und gewünscht ist, muss dorthin transportiert werden und auch die Gäste müssen da irgendwie hinkommen. Wenn Anreise- und Transportwege weit sind, fällt auch der damit verbundene CO2-Ausstoß größer aus. Eine Location, die für alle gut zu erreichen ist (vielleicht sogar mit Bus oder Bahn) und die alles Wichtige schon vor Ort hat, bietet sich für eine nachhaltige Hochzeit deswegen am besten an. Vielleicht kann die Trauung auch direkt dort stattfinden; so können weitere Fahrtwege vermieden werden. Wenn zudem Dienstleister wie Fotografen, Caterer, usw. aus der Nähe kommen, spart das ebenfalls an CO2-Ausstoß – und an in Rechnung gestellte Fahrtkosten.

 

Papiere, Papiere

Mal ehrlich – was passiert mit Einladungen und Dankeskarten? Nachdem sie den Gast eine Zeit lang erinnert oder erfreut haben, landen sie bestenfalls in irgendeiner Schublade. Die „Save the Date“-Karten können genauso gut elektronisch verschickt werden; es reicht doch, wenn die offizielle Einladung in Papierversion kommt. Diese kann dann auf Recyclingpapier gedruckt werden. Keine Angst, es gibt schicke, umweltfreundliche Papiere, die gegenüber dem „normalen“ Papier kein Nachsehen haben. Papier, das mit FSC oder PEFC zertifiziert ist, stammt aus verantwortungsvollen Forstbetrieben und einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Weitere Siegel für Umweltpapier sind der Blaue Engel und das EU-Ecolabel. Zusätzlich ressourcenschonend ist es, wenn man eine Druckerei wählt, die umweltfreundlich arbeitet und bei den Karten auf Folien, Lacken oder anderen Zusätzen verzichtet. Bei den Dankeskarten könnte das Foto durch einen Link zu einem Online-Album ersetzt werden. So kann sich jeder hinterher die Fotos runterladen oder entwickeln lassen, die er besonders mag.

 

Kleider machen Leute

Vintage ist in. Vielleicht hat jemand im Familienkreis ein Erbstück, das umgearbeitet oder angepasst werden kann? So entsteht eine wirklich einmalige Hochzeitsgarderobe. Solche Schätze finden sich aber auch gebraucht auf Flohmärkten oder in Secondhand-Shops. Wer doch lieber neu kaufen möchte, kann darauf achten, dass sich Kleid, Anzug oder Schuhe dazu eignen, auch später noch getragen werden zu können. Das Brautkleid könnte anschließend zu einem Abendkleid umgearbeitet werden (oder man bewahrt es auf, um selbst ein Erbstück zu schaffen). Alternativ kann man die Festgarderobe auch leihen. Und müssen die Brautjungfern unbedingt alle die gleichen Kleider tragen (welche vermutlich neu gekauft werden)? Manch eine mag sich in ihrem Lieblingskleid viel wohler fühlen. Ein einheitlicher Haarschmuck oder ähnliches könnte deren besondere Funktion genauso kenntlich machen.

 

Hoch die Teller

Hier gilt, was auch die Alltagsküche nachhaltig macht: regional und saisonal speist es sich am besten. Bei einer Menü-Auswahl kann wenig, dafür aber hochwertiges Bio-Fleisch angeboten werden, dazu vegetarische/vegane Alternativen. (Übrigens gibt es auch leckere Hochzeitstorten ohne tierische Produkte).  Ein Buffet hat den Vorteil, dass die Gäste sich Behälter mitbringen und nach der Feier ein leckeres „Souvenir“ mitnehmen können. Oder das Brautpaar lässt sich die Reste einpacken bzw. nimmt sie mit. Durch Eingefrorenes kann man noch lange von diesem Tag zehren – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch ist es lustig, Freunde oder Familie am Tag danach nochmal zu einem Aftershow-Essen einzuladen. Wer seine Ehe hilfsbereit beginnen möchte, spendet das Essen einer Tafel oder anderen karitativen Einrichtung.

 

Deko-Lust

Bekanntlich ist weniger mehr. Es müssen nicht üppige Blumen, prunkvolle Kerzen und verstreute Glitzerdeko sein. Heimische, saisonale Pflanzen lassen sich hübsch arrangieren, haben keinen langen Weg hinter sich und sind nicht unbedingt mit Pestiziden belastet. Wer in einem Garten feiert, hat sowieso gleich viel Grün um sich, da kann eine Blumendeko getrost wegbleiben. Öko-Teelichter in Gläsern oder Naturdeko aus Steinen, Hölzern oder Muscheln eigenen sich super für individuellen Tischschmuck und steigern als DIY-Projekt die Vorfreude. Wer bei der Deko clever kombiniert, kann gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erwischen (dazu gleich mehr). Getrocknete Blüten sind eine schöne wie umweltfreundliche Streudeko oder ein Konfetti-Ersatz. In den Himmel steigende Luftballons sehen für einen kurzen Moment zwar hübsch aus, aber der Müll, der dann irgendwo landet, bleibt wesentlich länger liegen. Für gute Wünsche ist ein (Obst-)Wunschbaum die umweltfreundlichere Alternative. Und wenn es abends leuchten soll, kann eine LED-Show ein Feuerwerk ersetzen.

 

Für die Gäste

Praktisch ist's, wenn die Tischdeko gleichzeitig als Namensschild oder Tischnummer dient und hinterher den Gästen als nachhaltiges Gastgeschenk mitgegeben werden kann (z. B. in Form von kleinen „Altglas-Vasen“, Kräutern oder Topfpflanzen). Die aufgedruckte Menükarte auf einem hübschen Geschirrtuch ist ebenso ein tolles Gastgeschenk und zugleich eine Serviette für den Abend. Andere süße Geschenke zum Mitgeben sind selbstgemachte Dinge wie ein Fläschchen mit Sirup, eine kleine Marmelade oder Backmischungen in Gläsern. Oder wie wäre es mit einem Seedball für jeden Gast? Wenn im Jahr darauf die Bienen fröhlich um die bunten Blumen im Garten schwirren, denkt der eine oder andere bestimmt an den schönen Abend der Hochzeit zurück. (Wie gut, wenn man solche DIY's nur für eine kleine Hochzeitsgesellschaft zaubern muss, oder?)

 

Umringt von Liebe

Beim Kauf der Eheringe kann das Brautpaar auf Gold achten, das aus fairem Handel stammt. Es gibt auch Ringe aus recyceltem Gold. Eventuell gibt es schmucke Familienerbstücke, die eingeschmolzen werden können. Ein Goldschmied kann ganz neue Ringe daraus herstellen. Die sind dann nicht nur ökologisch, sondern bringen durch ihre Geschichte auch eine ganz besondere Bedeutung mit.

 

Noch ein Nachwort

Zur Hochzeit gehört ja noch das umweltfreundliche Flittern. Aber ob es nun um die Reise oder das Fest geht – bei dem, was man plant und umsetzen will, soll kein Druck aufkommen. In erster Linie soll die Feier zum Brautpaar passen und sich gut anfühlen. Es muss keine perfekte Öko-Hochzeit werden. Aber vielleicht wird es eine, die durch die eine oder andere Änderung nachhaltiger wird. Gut ist es, wenn die Gäste im Vorwege wissen, dass die Hochzeit nachhaltiger gestaltet wird; z. B. durch einen Vermerk auf der Einladung. Das mag manch einen Gast inspirieren und gleichzeitig „müllige“ Überraschungen ersparen.


Nachhaltiger Babyalltag

 

Geschenke zur Geburt

Viele fragen vorab, ob es bei der Baby-Ausstattung noch an etwas fehlt, das sie schenken können. Die Eltern können sich dann etwas wünschen, dass sie sich sowieso angeschafft hätten (bzw. eine Spende dafür). Eine andere Möglichkeit ist, hervorzuheben, dass man nur gebrauchte Babysachen haben möchte oder gerne etwas Praktisches hätte. Ein leckerer Bio-Stilltee in Kombination mit unserem Thermobecher ist doch viel schöner, als das hundertste Lätzchen, oder? Apropos praktisch: Geschenke müssen ja nicht immer materiell sein. Ein Massage-Termin oder Gutscheine zum Kochen, Einkaufen oder Wäschewaschen stoßen garantiert auf dankbare Empfänger. Und wenn die Mama eh schon dabei ist, sich was zu wünschen – warum nicht mal Sachen wie waschbare Still- oder Slipeinlagen oder Periodenslips (ohne Silberionen)?

 

Gar nicht schief gewickelt

Stoffwindeln sind eine der nachhaltigen Varianten – aber nicht für jeden umsetzbar. Da sind Öko-Windeln dann eine gute Alternative. Zwar sind es auch Wegwerfwindeln, die im Müll landen, aber sie bestehen aus wesentlich mehr nachwachsenden Rohstoffen und weisen mehr Bestandteile auf, die biologisch abbaubar sind. Eine andere Sache, die Müll spart, ist der Verzicht von Einmal-Wickelunterlagen. Die lassen sich ganz einfach durch weiche, dicke Handtücher ersetzen – und sind für die Babyhaut sowieso viel angenehmer.

Von Stoffwindeln mal abgesehen, fällt generell einiges mehr an Wäsche an. Deswegen empfehlen wir ökologische Waschmittel. Handtücher, Lappen und Bodys werden mit unserem Waschball, einem DIY-Waschmittel aus Seife oder Bio-Waschmittel gründlich sauber und belasten die Umwelt deutlich weniger.

 

Saubere Sache

Im Gegensatz zu dem, was die Werbung uns weiß machen will, brauchen Babys keine Lotionen, Cremes, Puder oder Shampoos. Zum Saubermachen und Pflegen reichen Wasser und ein hochwertiges Babyöl aus. Wer gerne doch mal ein Waschgel ausprobieren möchte, setzt am besten auf die Babyserien von Naturkosmetikherstellern. Diese enthalten kein Mikroplastik und keine Schad- oder Zusatzstoffe wie Paraffin.

Auch beim Wickeln sind Wasser und Lappen ausreichend. Klingt ekelig? Dann kann man mit (Recycling-)Klopapier „vorarbeiten“ und erst danach die Lappen benutzen.

 

Baby on Tour

Fürs Wickeln unterwegs packt man einfach ein paar feuchte Lappen in einem Wet-Bag (noch eine Geschenkidee!) in die Wickeltasche. Oder man macht Feuchttücher selbst: 1 EL Öl (Mandel- oder Kokosöl eignen sich gut) mit 200 ml bis 250 ml abgekochtem und abgekühltem Wasser verrühren und über ein paar Tücher geben (z. B. aus alten Handtüchern oder Shirts), ein paar Stunden durchziehen lassen, fertig. Die Tücher können in einer Plastikbox oder einem Schraubglas transportiert werden und halten ca. drei Tage. Danach einfach in die Wäsche geben und eine neue Mischung ansetzen.

 

Verspielt

Spielzeug aus Holz ist super Baby-tauglich. Es ist natürlich, robust und langlebig. Holz-Spielzeuge sind strapazierfähig und überstehen auch kleine Stürze und langes Rumgekaue ohne zu splittern oder brechen. Da kann Plastik einfach nicht mithalten. Manchmal ist Kunststoff aber doch sinnvoll, etwa für die Badewanne oder Sandkiste. Dann sollten die Spielzeuge von guter Qualität sein, damit sie lange halten und schadstofffrei sind. Später sind Spielzeuge wie Lego und Co. sehr beliebt. Hier besteht der Aspekt der Nachhaltigkeit darin, dass solche Spielzeuge weitergegeben und getauscht werden können. Schöner als volle Kinderzimmer ist aber gemeinsame Zeit. Am besten draußen. Wenn das Gras an den Füßen kitzelt, die Blätter rascheln oder das Pfützenwasser spritzt, ist das doch das tollste Spiel.

 

Mahlzeit

Wer den Brei selber kocht, weiß, was drin ist und hat Zutaten und Qualität selbst in der Hand. Einmal etwas mehr vorzukochen und dann portionsweise (z. B. in Eiswürfelbehälter) einzufrieren erweist sich als sehr alltagstauglich. Man entnimmt einfach die gewünschten „Gemüse-Würfel“ und erhitzt sie im Wasserbad. Das geht schnell, ist lecker und lässt Spielraum für Abwechslung im Speiseplan. Für Unterwegs sind Bio-Gläschen praktisch.

Bei Nuckelflaschen sollte darauf geachtet werden, dass diese aus Glas sind und einen Sauger aus Naturgummi haben (letzteres ist auch für Schnuller empfehlenswert). So geht man auf Nummer Sicher, dass der Nachwuchs keine Plastikbestandteile zu sich nimmt.

 

Das eigene Reich

Wiege, Beistellbett, Kommode usw. kann man gut gebraucht kaufen. Baby- und Kindermöbel sollten aus massivem Holz sein; das ist frei von schädlichen Bindemitteln. Dabei sollten heimische Hölzer wie Buche und Eiche bevorzugt werden (Sheesam oder Mangoholz hat nun mal einen längeren Weg hinter sich). Spanplatten bzw. MDF-Möbel sind zwar auch hölzern, bestehen aber aus feinen Holzspänen, die verklebt wurden. Diese Kleber enthalten Weichmacher, Bindemittel und andere Schadstoffe. Möbel-Siegel wie der „Blaue Engel“ oder das „Goldene M“ liefern Hinweise über Schadstoffe, Sicherheit und Langlebigkeit der Möbel. In Boxen aus Holz, Karton oder Baumwoll-Utensilos lassen sich Spielzeuge nachhaltig verstauen. Und wenn das Design des Kinderzimmers zeitlos ist, muss es nicht mehrfach neu eingerichtet werden. Mitwachsende Möbel oder schlichte Regale können lange Zeit in Gebrauch sein. Akzente lassen sich durch Vorhänge oder Bilder setzen, die dann weitervererbt werden können.

 

Wie gut, dass große Ereignisse ihre Schatten vorauswerfen. Denn ist es nicht so, dass manche Veränderungen im Leben oft auch einen Rattenschwanz an Müll hinten dran haben? Mit wachsendem Umweltbewusstsein möchten wir aber auch Umzug, Heirat oder das Leben mit Kind ökologisch(er) halten. Wer bei der Planung und Vorbereitung einiges  berücksichtigt, kann dabei mit deutlich weniger Müll auskommen. Aber es muss passen; Zugeständnisse und Kompromisse haben ihre Berechtigung. Schließlich soll ja der eine oder andere Wunsch bei der Hochzeit umgesetzt werden und nach der Geburt können nicht unbedingt Berge an Stoffwindeln gewaschen werden. Wenn du gerade deine Hochzeit oder dein Leben mit Nachwuchs planst, kannst du vielleicht ein paar Anregungen gebrauchen, um das große Ereignis in vollen Zügen und müllreduziert zu genießen.

 


Tipps für die grüne Hochzeit

 

Klasse statt Masse

Eine kleine Hochzeit ist automatisch nachhaltiger. Denn ein weniger an Gästen bedeutet ganz einfach auch ein weniger an Anfahrtswegen, Essen, (Geschenk-)Verpackungen, Müll, Energieverbrauch ... Außerdem erspart eine überschaubare Gästeliste lästige Überlegungen wie: „Wenn wir Großtante XY einladen, müssen wir auch den und den einladen“. Es schont Budget und Umwelt und lässt mehr Auswahl, was die Veranstaltungsorte betrifft. Weil sich 40 Leute besser unterbringen lassen als 150.

 

Ortskundig

Eine Hochzeit im Freien mag grün wirken, ist es aber nicht zwangsläufig. Alles, was nötig und gewünscht ist, muss dorthin transportiert werden und auch die Gäste müssen da irgendwie hinkommen. Wenn Anreise- und Transportwege weit sind, fällt auch der damit verbundene CO2-Ausstoß größer aus. Eine Location, die für alle gut zu erreichen ist (vielleicht sogar mit Bus oder Bahn) und die alles Wichtige schon vor Ort hat, bietet sich für eine nachhaltige Hochzeit deswegen am besten an. Vielleicht kann die Trauung auch direkt dort stattfinden; so können weitere Fahrtwege vermieden werden. Wenn zudem Dienstleister wie Fotografen, Caterer, usw. aus der Nähe kommen, spart das ebenfalls an CO2-Ausstoß – und an in Rechnung gestellte Fahrtkosten.

 

Papiere, Papiere

Mal ehrlich – was passiert mit Einladungen und Dankeskarten? Nachdem sie den Gast eine Zeit lang erinnert oder erfreut haben, landen sie bestenfalls in irgendeiner Schublade. Die „Save the Date“-Karten können genauso gut elektronisch verschickt werden; es reicht doch, wenn die offizielle Einladung in Papierversion kommt. Diese kann dann auf Recyclingpapier gedruckt werden. Keine Angst, es gibt schicke, umweltfreundliche Papiere, die gegenüber dem „normalen“ Papier kein Nachsehen haben. Papier, das mit FSC oder PEFC zertifiziert ist, stammt aus verantwortungsvollen Forstbetrieben und einer nachhaltigen Bewirtschaftung. Weitere Siegel für Umweltpapier sind der Blaue Engel und das EU-Ecolabel. Zusätzlich ressourcenschonend ist es, wenn man eine Druckerei wählt, die umweltfreundlich arbeitet und bei den Karten auf Folien, Lacken oder anderen Zusätzen verzichtet. Bei den Dankeskarten könnte das Foto durch einen Link zu einem Online-Album ersetzt werden. So kann sich jeder hinterher die Fotos runterladen oder entwickeln lassen, die er besonders mag.

 

Kleider machen Leute

Vintage ist in. Vielleicht hat jemand im Familienkreis ein Erbstück, das umgearbeitet oder angepasst werden kann? So entsteht eine wirklich einmalige Hochzeitsgarderobe. Solche Schätze finden sich aber auch gebraucht auf Flohmärkten oder in Secondhand-Shops. Wer doch lieber neu kaufen möchte, kann darauf achten, dass sich Kleid, Anzug oder Schuhe dazu eignen, auch später noch getragen werden zu können. Das Brautkleid könnte anschließend zu einem Abendkleid umgearbeitet werden (oder man bewahrt es auf, um selbst ein Erbstück zu schaffen). Alternativ kann man die Festgarderobe auch leihen. Und müssen die Brautjungfern unbedingt alle die gleichen Kleider tragen (welche vermutlich neu gekauft werden)? Manch eine mag sich in ihrem Lieblingskleid viel wohler fühlen. Ein einheitlicher Haarschmuck oder ähnliches könnte deren besondere Funktion genauso kenntlich machen.

 

Hoch die Teller

Hier gilt, was auch die Alltagsküche nachhaltig macht: regional und saisonal speist es sich am besten. Bei einer Menü-Auswahl kann wenig, dafür aber hochwertiges Bio-Fleisch angeboten werden, dazu vegetarische/vegane Alternativen. (Übrigens gibt es auch leckere Hochzeitstorten ohne tierische Produkte).  Ein Buffet hat den Vorteil, dass die Gäste sich Behälter mitbringen und nach der Feier ein leckeres „Souvenir“ mitnehmen können. Oder das Brautpaar lässt sich die Reste einpacken bzw. nimmt sie mit. Durch Eingefrorenes kann man noch lange von diesem Tag zehren – im wahrsten Sinne des Wortes. Auch ist es lustig, Freunde oder Familie am Tag danach nochmal zu einem Aftershow-Essen einzuladen. Wer seine Ehe hilfsbereit beginnen möchte, spendet das Essen einer Tafel oder anderen karitativen Einrichtung.

 

Deko-Lust

Bekanntlich ist weniger mehr. Es müssen nicht üppige Blumen, prunkvolle Kerzen und verstreute Glitzerdeko sein. Heimische, saisonale Pflanzen lassen sich hübsch arrangieren, haben keinen langen Weg hinter sich und sind nicht unbedingt mit Pestiziden belastet. Wer in einem Garten feiert, hat sowieso gleich viel Grün um sich, da kann eine Blumendeko getrost wegbleiben. Öko-Teelichter in Gläsern oder Naturdeko aus Steinen, Hölzern oder Muscheln eigenen sich super für individuellen Tischschmuck und steigern als DIY-Projekt die Vorfreude. Wer bei der Deko clever kombiniert, kann gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe erwischen (dazu gleich mehr). Getrocknete Blüten sind eine schöne wie umweltfreundliche Streudeko oder ein Konfetti-Ersatz. In den Himmel steigende Luftballons sehen für einen kurzen Moment zwar hübsch aus, aber der Müll, der dann irgendwo landet, bleibt wesentlich länger liegen. Für gute Wünsche ist ein (Obst-)Wunschbaum die umweltfreundlichere Alternative. Und wenn es abends leuchten soll, kann eine LED-Show ein Feuerwerk ersetzen.

 

Für die Gäste

Praktisch ist's, wenn die Tischdeko gleichzeitig als Namensschild oder Tischnummer dient und hinterher den Gästen als nachhaltiges Gastgeschenk mitgegeben werden kann (z. B. in Form von kleinen „Altglas-Vasen“, Kräutern oder Topfpflanzen). Die aufgedruckte Menükarte auf einem hübschen Geschirrtuch ist ebenso ein tolles Gastgeschenk und zugleich eine Serviette für den Abend. Andere süße Geschenke zum Mitgeben sind selbstgemachte Dinge wie ein Fläschchen mit Sirup, eine kleine Marmelade oder Backmischungen in Gläsern. Oder wie wäre es mit einem Seedball für jeden Gast? Wenn im Jahr darauf die Bienen fröhlich um die bunten Blumen im Garten schwirren, denkt der eine oder andere bestimmt an den schönen Abend der Hochzeit zurück. (Wie gut, wenn man solche DIY's nur für eine kleine Hochzeitsgesellschaft zaubern muss, oder?)

 

Umringt von Liebe

Beim Kauf der Eheringe kann das Brautpaar auf Gold achten, das aus fairem Handel stammt. Es gibt auch Ringe aus recyceltem Gold. Eventuell gibt es schmucke Familienerbstücke, die eingeschmolzen werden können. Ein Goldschmied kann ganz neue Ringe daraus herstellen. Die sind dann nicht nur ökologisch, sondern bringen durch ihre Geschichte auch eine ganz besondere Bedeutung mit.

 

Noch ein Nachwort

Zur Hochzeit gehört ja noch das umweltfreundliche Flittern. Aber ob es nun um die Reise oder das Fest geht – bei dem, was man plant und umsetzen will, soll kein Druck aufkommen. In erster Linie soll die Feier zum Brautpaar passen und sich gut anfühlen. Es muss keine perfekte Öko-Hochzeit werden. Aber vielleicht wird es eine, die durch die eine oder andere Änderung nachhaltiger wird. Gut ist es, wenn die Gäste im Vorwege wissen, dass die Hochzeit nachhaltiger gestaltet wird; z. B. durch einen Vermerk auf der Einladung. Das mag manch einen Gast inspirieren und gleichzeitig „müllige“ Überraschungen ersparen.


Nachhaltiger Babyalltag

 

Geschenke zur Geburt

Viele fragen vorab, ob es bei der Baby-Ausstattung noch an etwas fehlt, das sie schenken können. Die Eltern können sich dann etwas wünschen, dass sie sich sowieso angeschafft hätten (bzw. eine Spende dafür). Eine andere Möglichkeit ist, hervorzuheben, dass man nur gebrauchte Babysachen haben möchte oder gerne etwas Praktisches hätte. Ein leckerer Bio-Stilltee in Kombination mit unserem Thermobecher ist doch viel schöner, als das hundertste Lätzchen, oder? Apropos praktisch: Geschenke müssen ja nicht immer materiell sein. Ein Massage-Termin oder Gutscheine zum Kochen, Einkaufen oder Wäschewaschen stoßen garantiert auf dankbare Empfänger. Und wenn die Mama eh schon dabei ist, sich was zu wünschen – warum nicht mal Sachen wie waschbare Still- oder Slipeinlagen oder Periodenslips (ohne Silberionen)?

 

Gar nicht schief gewickelt

Stoffwindeln sind eine der nachhaltigen Varianten – aber nicht für jeden umsetzbar. Da sind Öko-Windeln dann eine gute Alternative. Zwar sind es auch Wegwerfwindeln, die im Müll landen, aber sie bestehen aus wesentlich mehr nachwachsenden Rohstoffen und weisen mehr Bestandteile auf, die biologisch abbaubar sind. Eine andere Sache, die Müll spart, ist der Verzicht von Einmal-Wickelunterlagen. Die lassen sich ganz einfach durch weiche, dicke Handtücher ersetzen – und sind für die Babyhaut sowieso viel angenehmer.

Von Stoffwindeln mal abgesehen, fällt generell einiges mehr an Wäsche an. Deswegen empfehlen wir ökologische Waschmittel. Handtücher, Lappen und Bodys werden mit unserem Waschball, einem DIY-Waschmittel aus Seife oder Bio-Waschmittel gründlich sauber und belasten die Umwelt deutlich weniger.

 

Saubere Sache

Im Gegensatz zu dem, was die Werbung uns weiß machen will, brauchen Babys keine Lotionen, Cremes, Puder oder Shampoos. Zum Saubermachen und Pflegen reichen Wasser und ein hochwertiges Babyöl aus. Wer gerne doch mal ein Waschgel ausprobieren möchte, setzt am besten auf die Babyserien von Naturkosmetikherstellern. Diese enthalten kein Mikroplastik und keine Schad- oder Zusatzstoffe wie Paraffin.

Auch beim Wickeln sind Wasser und Lappen ausreichend. Klingt ekelig? Dann kann man mit (Recycling-)Klopapier „vorarbeiten“ und erst danach die Lappen benutzen.

 

Baby on Tour

Fürs Wickeln unterwegs packt man einfach ein paar feuchte Lappen in einem Wet-Bag (noch eine Geschenkidee!) in die Wickeltasche. Oder man macht Feuchttücher selbst: 1 EL Öl (Mandel- oder Kokosöl eignen sich gut) mit 200 ml bis 250 ml abgekochtem und abgekühltem Wasser verrühren und über ein paar Tücher geben (z. B. aus alten Handtüchern oder Shirts), ein paar Stunden durchziehen lassen, fertig. Die Tücher können in einer Plastikbox oder einem Schraubglas transportiert werden und halten ca. drei Tage. Danach einfach in die Wäsche geben und eine neue Mischung ansetzen.

 

Verspielt

Spielzeug aus Holz ist super Baby-tauglich. Es ist natürlich, robust und langlebig. Holz-Spielzeuge sind strapazierfähig und überstehen auch kleine Stürze und langes Rumgekaue ohne zu splittern oder brechen. Da kann Plastik einfach nicht mithalten. Manchmal ist Kunststoff aber doch sinnvoll, etwa für die Badewanne oder Sandkiste. Dann sollten die Spielzeuge von guter Qualität sein, damit sie lange halten und schadstofffrei sind. Später sind Spielzeuge wie Lego und Co. sehr beliebt. Hier besteht der Aspekt der Nachhaltigkeit darin, dass solche Spielzeuge weitergegeben und getauscht werden können. Schöner als volle Kinderzimmer ist aber gemeinsame Zeit. Am besten draußen. Wenn das Gras an den Füßen kitzelt, die Blätter rascheln oder das Pfützenwasser spritzt, ist das doch das tollste Spiel.

 

Mahlzeit

Wer den Brei selber kocht, weiß, was drin ist und hat Zutaten und Qualität selbst in der Hand. Einmal etwas mehr vorzukochen und dann portionsweise (z. B. in Eiswürfelbehälter) einzufrieren erweist sich als sehr alltagstauglich. Man entnimmt einfach die gewünschten „Gemüse-Würfel“ und erhitzt sie im Wasserbad. Das geht schnell, ist lecker und lässt Spielraum für Abwechslung im Speiseplan. Für Unterwegs sind Bio-Gläschen praktisch.

Bei Nuckelflaschen sollte darauf geachtet werden, dass diese aus Glas sind und einen Sauger aus Naturgummi haben (letzteres ist auch für Schnuller empfehlenswert). So geht man auf Nummer Sicher, dass der Nachwuchs keine Plastikbestandteile zu sich nimmt.

 

Das eigene Reich

Wiege, Beistellbett, Kommode usw. kann man gut gebraucht kaufen. Baby- und Kindermöbel sollten aus massivem Holz sein; das ist frei von schädlichen Bindemitteln. Dabei sollten heimische Hölzer wie Buche und Eiche bevorzugt werden (Sheesam oder Mangoholz hat nun mal einen längeren Weg hinter sich). Spanplatten bzw. MDF-Möbel sind zwar auch hölzern, bestehen aber aus feinen Holzspänen, die verklebt wurden. Diese Kleber enthalten Weichmacher, Bindemittel und andere Schadstoffe. Möbel-Siegel wie der „Blaue Engel“ oder das „Goldene M“ liefern Hinweise über Schadstoffe, Sicherheit und Langlebigkeit der Möbel. In Boxen aus Holz, Karton oder Baumwoll-Utensilos lassen sich Spielzeuge nachhaltig verstauen. Und wenn das Design des Kinderzimmers zeitlos ist, muss es nicht mehrfach neu eingerichtet werden. Mitwachsende Möbel oder schlichte Regale können lange Zeit in Gebrauch sein. Akzente lassen sich durch Vorhänge oder Bilder setzen, die dann weitervererbt werden können.

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