13KGHT73 Muss nur noch kurz die Welt verbessern – bambusliebe GmbH
Muss nur noch kurz die Welt verbessern

Muss nur noch kurz die Welt verbessern

E-Book oder Buch? Tetra oder Glas? Mandel- oder Sojamilch? Jeden Tag fällen wir um die 20.000 (Blitz-)Entscheidungen und wollen viele davon sorgfältig im Sinne der Nachhaltigkeit abwägen. Schließlich müssen wir die Welt retten. Alltägliche Dinge wie Einkaufen werden dann zur Challenge: Mit guter Absicht schieben wir unseren Wagen durch die Gänge, bis wir uns beim Pflanzendrink unsicher sind oder bei den Februar-Blaubeeren nicht widerstehen können. Das, was dann kommt, nennen Verhaltensökonomen „Attitude Behaviour Gap“, ein Zwiespalt zwischen unserer Einstellung und unserem Handeln. Im Nachhinein grübelt man, ob die getroffene Wahl ökologisch in Ordnung war oder bekommt gar ein schlechtes Gewissen.

Warum ist das so schwer, die Welt retten zu wollen? Zum einen liegt es an der Zeit, in der wir leben. Eine Zeit, in der es genau so viele (Einkaufs-)Möglichkeiten wie Intransparenz gibt (und Worte wie „Attitude Behaviour Gap“). Noch vor ein paar Jahrzehnten war die Herkunft der Gurke   keine Frage; man erntete sie einfach. Nichts war importiert, verpackt oder behandelt.

Zum anderen mag es aber auch ein selbstverschuldet sein. Vielleicht haben wir zu hohe Erwartungen an uns oder stellen Vergleiche an: „Die Influencerin schafft das alles mit links und ich habe schon den dritten gelben Sack angefangen.“ Doch eigentlich stressen wir uns damit nur selbst. Dabei wäre es viel schöner, mit etwas mehr Leichtigkeit durchs umweltbewusste Leben zu gehen. Und würde es nicht reichen, die Welt einfach nur etwas besser zu machen?

 

Ökologisches Leistungsdenken

Wir können nicht auf Anhieb die Welt verändern. Aber wir können unseren Beitrag leisten und es üben, dies mit einer entspannen Einstellung zu tun. Überlegen wir zum Beispiel, wie wir mit uns selbst und mit anderen umgehen: Rede ich über die Bemühungen anderer gut oder kritisiere ich sie? Werte ich mich selbst auf oder ab? Will ich mich anpassen oder ich selbst bleiben? Zwar müssen wir dann schon wieder Entscheidungen treffen, aber es sind Entscheidungen, die eine Basis bilden. Sie lassen uns andere Dinge entspannter handhaben und reduzieren das Brüten über Kleinigkeiten. Wir stehen uns dann nicht mehr selbst im Weg.

Für mehr Gelassenheit hilft es auch, sich von zu hohen Erwartungen zu befreien – sowohl bei anderen als auch bei uns selbst. Solche Erwartungen frustrieren und nehmen Platz ein, der sonst positiven Gefühlen zur Verfügung stünde. Außerdem bauen sie Druck auf und sind unfair, weil sie schwer zu erfüllen sind. „Noch tückischer werden hohe Ansprüche, wenn sie mit einem Zielkonflikt in Verbindung stehen“, schreibt GEO.de-Redakteur Peter Carstens über das ökorrekte Leben. Das Problem daran: Wenn eine Sache für Umwelt und Klima gut ist, so ist sie es nicht in jedem Fall für die eigene Gesundheit – oder umgekehrt. So bekommt jemand, der auf Milchersatzprodukte angewiesen ist, meist nur Tetrapack-Importware.

Es braucht keine Perfektion, um die Welt zu verbessern. Gestehen wir es uns und anderen doch zu, Fehler zu machen oder sich einfach mal anders zu entscheiden. Wer will schon seine Energie durch Perfektionismus verbrauchen, wo er doch sonst aufs Energiesparen achtet? Natürlich wollen wir auf unserem nachhaltigen Weg erfolgreich sein. Nur übersehen wir dabei vielleicht die Erfolge, die wir schon erzielt haben. Statt im Blick zu haben, ob wir vor anderen gut dastehen und Anerkennung für unseren Einsatz bekommen, sollten wir uns lieber auf das konzentrieren, was uns gut gelingt (z. B.  regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit zu fahren oder nur einmal in der Woche Fleisch zu essen). Das fühlt sich besser an. Wer dazu neigt, zu kritisch mit sich umzugehen, kann probieren, sich aus den Augen der besten Freundin oder des besten Freundes zu betrachten. Aus dieser Position haben die kleinen Erfolge Bedeutung und nicht die Dinge mit Verbesserungspotenzial.

 

Keep calm and Less Waste

Wie gelingt es denn, Lässigkeit ins Umweltbewusstsein einzubringen? Indem wir das Müssen loslassen, uns selbst weniger selbst infrage stellen und zu unserer Art stehen, die Dinge anzugehen. Soulbuddy und Coach Steffanie Adam sagt dazu: „Deine Art ist weder besser noch schlechter als bei anderen – sie ist neutral. Jeder Mensch ist unterschiedlich und macht Dinge auf seine eigene Art und Weise. Der Eine so, der Andere so. Daher kann gar nicht jeder deine individuelle Herangehensweise nachvollziehen. Wichtig ist, dass du dich selbst nicht dafür abwertest und dir treu bleibst.“ Das schafft auch Raum für neue Impulse, so Adam.

Wir sollten uns oder andere nicht auf das reduzieren, was im Einkaufswagen liegt und wir brauchen einander nichts beweisen. Denken wir stattdessen lieber positiv. Es ist besser, die Dinge (und sich selbst) öfter mit Humor zu nehmen. Überlegungen wie: „Was kann ich überhaupt ändern? Und was will ich ändern?“, helfen einem, seinen Weg zu finden. Wer es zudem schafft, die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu richten und manchmal zu improvisieren, kann entspannter sein und auch anderen aufgeschlossener gegenübertreten. So eine Einstellung gibt mehr Selbstbewusstsein und dann kann man bei einem „Deine Mango da ist jetzt aber auch nicht so regional“, noch souverän eins drauf setzten: „Nö, aber das passt gut zu meinem Kaffee – der kommt aus der gleichen Ecke“.

Machen wir öfter mal Sachen, weil wir einfach Lust dazu haben. Und vor allen Dingen: Haben wir Vertrauen. Zugegeben, das ist nicht immer leicht – schon gar nicht bei akribisch ausgerechneten CO2-Fußabdrücken oder wenn es anders läuft, als man es gerne gehabt hätte. Aber in solchen Fällen können wir uns in Erinnerung rufen: Wir brauchen nicht verbissen kämpfen, sondern uns nur einsetzen.

 

Die umweltfreundlichen Basics

Ein weiteres Problem der Ökorrectness ist, dass bei dem Druck die Dinge aus dem Blick geraten, die wirklich etwas ausmachen. Denn es gibt ein paar wenige, aber wichtige Veränderungen, die wirklich etwas bewirken (und den ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren, für alle, die gerne rechnen). Daniel Roth und Katrin Schäfer von „bevegt“ haben diese wichtigen Maßnahmen zusammengefasst:

 

Weniger konsumieren

Die Konsumgesellschaft, in der wir Leben, ist das Gegenteil der Nachhaltigkeit. Deswegen ist es ein wichtiger Schritt, bewusst weniger zu konsumieren. Je weniger, desto besser. Weniger Kleidung, weniger Kosmetik, weniger Verpackung, weniger Elektrogeräte … Der alte Pulli ist besser, als ein nachhaltig produzierter neuer Pulli. Das gilt auch fürs Smartphone und viele andere Dinge des Alltags.

 

Mehr verschenken, teilen und tauschen

Wozu muss man einen Hochdruckreiniger haben, wenn man ihr nur einmal im Jahr braucht? Wir sollten wieder lernen, Dinge zu verschenken, zu tauschen und miteinander zu teilen, schreibt Roth. Dazu kann man Einrichtungen wie Büchertauschregale, Foodsharing.de oder andere Sharing-Communities nutzen oder Sachen mit Freunden oder Nachbarn tauschen. Besonders tauschgeeignet sind übrigens Spiel- und Werkzeug.

 

Weniger fliegen

Einige Fluglinien werben inzwischen damit, dass bei Langstreckenflügen pro Fluggast nur noch rund 4 Liter Kerosin pro 100 Kilometer verbraucht werden. Aber diese Rechnung geht nicht auf, denn es gilt, die gesamte Kilometerzahl eines Fluges zu berücksichtigen. Bei einer Entfernung von 15.000 Flugkilometern wird so viel Treibstoff verbraucht, dass man damit ein halbes Jahr lang jeden Tag 100 km mit dem Auto fahren könnte. Wer mit dem Auto oder der Bahn in den Urlaub fährt, kann auch im eigenen Land oder Nachbarländern schöne Urlaube verbringen.

 

Weniger Auto fahren (mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen)

Man muss ja das Auto nicht gleich abschaffen (vielleicht braucht man es ja für den Urlaub). Aber im Alltag kann es vielleicht weniger zum Einsatz kommen – zumindest wenn man einen guten Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel hat oder ein bequemes Fahrrad. Und um nochmal zum dritten Punkt zurückzukommen: Auch ein Auto kann man teilen.

 

Weniger tierische Lebensmittel essen

Laut der Welternährungsorganisation der vereinten Nationen (FAO) verursacht die Nutztierhaltung  mehr Treibhausemissionen als das gesamte weltweite Transportwesen. Fleisch, Eier, Milch und Käse sind „veredelte“ Lebensmittel, d. h. es müssen Unmengen an pflanzlichen Kalorien an die Tiere verfüttern werden, um einen Bruchteil an tierischen Kalorien „herzustellen“. Roth kommt zu dem Fazit: „Weniger tierische Lebensmittel zu essen (oder sie ganz vom Speiseplan zu streichen) ist wahrscheinlich die effizienteste Maßnahme, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.“

Wer sich bei diesen größeren Posten bemüht, ist also schon gut dabei. Vielleicht ist ja noch der Umstieg auf Ökostrom drin und beim Trinken der auf mehr Leitungswasser. Da muss man sein Gewissen nicht wegen der Mango bemühen, die  man sich mal gönnt.

Eine Weile und ein paar Entscheidungen später haben wir dann unseren Weg gefunden – unsere grüne Mitte. Und dann finden wir uns an einem sonnigen Tag auf einer Parkbank wieder, mit Kaffee im Bambus-Thermosbecher und einem Eis, lesen ein Buch, tragen die gebrauchte Sonnenbrille und die Ledersandalen und genießen den Tag. Weil wir die Welt ein bisschen besser machen. Klingt herrlich entspannt, oder?

 

Quellen:

geo.de/natur/nachhaltigkeit/19071-rtkl-nachhaltig-leben-entspannt-euch-warum-wir-uns-das-nachhaltige-leben

https://www.bevegt.de/nachhaltiger-leben/

https://rosinageltinger.de/leichtigkeit-im-leben/

E-Book oder Buch? Tetra oder Glas? Mandel- oder Sojamilch? Jeden Tag fällen wir um die 20.000 (Blitz-)Entscheidungen und wollen viele davon sorgfältig im Sinne der Nachhaltigkeit abwägen. Schließlich müssen wir die Welt retten. Alltägliche Dinge wie Einkaufen werden dann zur Challenge: Mit guter Absicht schieben wir unseren Wagen durch die Gänge, bis wir uns beim Pflanzendrink unsicher sind oder bei den Februar-Blaubeeren nicht widerstehen können. Das, was dann kommt, nennen Verhaltensökonomen „Attitude Behaviour Gap“, ein Zwiespalt zwischen unserer Einstellung und unserem Handeln. Im Nachhinein grübelt man, ob die getroffene Wahl ökologisch in Ordnung war oder bekommt gar ein schlechtes Gewissen.

Warum ist das so schwer, die Welt retten zu wollen? Zum einen liegt es an der Zeit, in der wir leben. Eine Zeit, in der es genau so viele (Einkaufs-)Möglichkeiten wie Intransparenz gibt (und Worte wie „Attitude Behaviour Gap“). Noch vor ein paar Jahrzehnten war die Herkunft der Gurke   keine Frage; man erntete sie einfach. Nichts war importiert, verpackt oder behandelt.

Zum anderen mag es aber auch ein selbstverschuldet sein. Vielleicht haben wir zu hohe Erwartungen an uns oder stellen Vergleiche an: „Die Influencerin schafft das alles mit links und ich habe schon den dritten gelben Sack angefangen.“ Doch eigentlich stressen wir uns damit nur selbst. Dabei wäre es viel schöner, mit etwas mehr Leichtigkeit durchs umweltbewusste Leben zu gehen. Und würde es nicht reichen, die Welt einfach nur etwas besser zu machen?

 

Ökologisches Leistungsdenken

Wir können nicht auf Anhieb die Welt verändern. Aber wir können unseren Beitrag leisten und es üben, dies mit einer entspannen Einstellung zu tun. Überlegen wir zum Beispiel, wie wir mit uns selbst und mit anderen umgehen: Rede ich über die Bemühungen anderer gut oder kritisiere ich sie? Werte ich mich selbst auf oder ab? Will ich mich anpassen oder ich selbst bleiben? Zwar müssen wir dann schon wieder Entscheidungen treffen, aber es sind Entscheidungen, die eine Basis bilden. Sie lassen uns andere Dinge entspannter handhaben und reduzieren das Brüten über Kleinigkeiten. Wir stehen uns dann nicht mehr selbst im Weg.

Für mehr Gelassenheit hilft es auch, sich von zu hohen Erwartungen zu befreien – sowohl bei anderen als auch bei uns selbst. Solche Erwartungen frustrieren und nehmen Platz ein, der sonst positiven Gefühlen zur Verfügung stünde. Außerdem bauen sie Druck auf und sind unfair, weil sie schwer zu erfüllen sind. „Noch tückischer werden hohe Ansprüche, wenn sie mit einem Zielkonflikt in Verbindung stehen“, schreibt GEO.de-Redakteur Peter Carstens über das ökorrekte Leben. Das Problem daran: Wenn eine Sache für Umwelt und Klima gut ist, so ist sie es nicht in jedem Fall für die eigene Gesundheit – oder umgekehrt. So bekommt jemand, der auf Milchersatzprodukte angewiesen ist, meist nur Tetrapack-Importware.

Es braucht keine Perfektion, um die Welt zu verbessern. Gestehen wir es uns und anderen doch zu, Fehler zu machen oder sich einfach mal anders zu entscheiden. Wer will schon seine Energie durch Perfektionismus verbrauchen, wo er doch sonst aufs Energiesparen achtet? Natürlich wollen wir auf unserem nachhaltigen Weg erfolgreich sein. Nur übersehen wir dabei vielleicht die Erfolge, die wir schon erzielt haben. Statt im Blick zu haben, ob wir vor anderen gut dastehen und Anerkennung für unseren Einsatz bekommen, sollten wir uns lieber auf das konzentrieren, was uns gut gelingt (z. B.  regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit zu fahren oder nur einmal in der Woche Fleisch zu essen). Das fühlt sich besser an. Wer dazu neigt, zu kritisch mit sich umzugehen, kann probieren, sich aus den Augen der besten Freundin oder des besten Freundes zu betrachten. Aus dieser Position haben die kleinen Erfolge Bedeutung und nicht die Dinge mit Verbesserungspotenzial.

 

Keep calm and Less Waste

Wie gelingt es denn, Lässigkeit ins Umweltbewusstsein einzubringen? Indem wir das Müssen loslassen, uns selbst weniger selbst infrage stellen und zu unserer Art stehen, die Dinge anzugehen. Soulbuddy und Coach Steffanie Adam sagt dazu: „Deine Art ist weder besser noch schlechter als bei anderen – sie ist neutral. Jeder Mensch ist unterschiedlich und macht Dinge auf seine eigene Art und Weise. Der Eine so, der Andere so. Daher kann gar nicht jeder deine individuelle Herangehensweise nachvollziehen. Wichtig ist, dass du dich selbst nicht dafür abwertest und dir treu bleibst.“ Das schafft auch Raum für neue Impulse, so Adam.

Wir sollten uns oder andere nicht auf das reduzieren, was im Einkaufswagen liegt und wir brauchen einander nichts beweisen. Denken wir stattdessen lieber positiv. Es ist besser, die Dinge (und sich selbst) öfter mit Humor zu nehmen. Überlegungen wie: „Was kann ich überhaupt ändern? Und was will ich ändern?“, helfen einem, seinen Weg zu finden. Wer es zudem schafft, die Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt zu richten und manchmal zu improvisieren, kann entspannter sein und auch anderen aufgeschlossener gegenübertreten. So eine Einstellung gibt mehr Selbstbewusstsein und dann kann man bei einem „Deine Mango da ist jetzt aber auch nicht so regional“, noch souverän eins drauf setzten: „Nö, aber das passt gut zu meinem Kaffee – der kommt aus der gleichen Ecke“.

Machen wir öfter mal Sachen, weil wir einfach Lust dazu haben. Und vor allen Dingen: Haben wir Vertrauen. Zugegeben, das ist nicht immer leicht – schon gar nicht bei akribisch ausgerechneten CO2-Fußabdrücken oder wenn es anders läuft, als man es gerne gehabt hätte. Aber in solchen Fällen können wir uns in Erinnerung rufen: Wir brauchen nicht verbissen kämpfen, sondern uns nur einsetzen.

 

Die umweltfreundlichen Basics

Ein weiteres Problem der Ökorrectness ist, dass bei dem Druck die Dinge aus dem Blick geraten, die wirklich etwas ausmachen. Denn es gibt ein paar wenige, aber wichtige Veränderungen, die wirklich etwas bewirken (und den ökologischen Fußabdruck deutlich reduzieren, für alle, die gerne rechnen). Daniel Roth und Katrin Schäfer von „bevegt“ haben diese wichtigen Maßnahmen zusammengefasst:

 

Weniger konsumieren

Die Konsumgesellschaft, in der wir Leben, ist das Gegenteil der Nachhaltigkeit. Deswegen ist es ein wichtiger Schritt, bewusst weniger zu konsumieren. Je weniger, desto besser. Weniger Kleidung, weniger Kosmetik, weniger Verpackung, weniger Elektrogeräte … Der alte Pulli ist besser, als ein nachhaltig produzierter neuer Pulli. Das gilt auch fürs Smartphone und viele andere Dinge des Alltags.

 

Mehr verschenken, teilen und tauschen

Wozu muss man einen Hochdruckreiniger haben, wenn man ihr nur einmal im Jahr braucht? Wir sollten wieder lernen, Dinge zu verschenken, zu tauschen und miteinander zu teilen, schreibt Roth. Dazu kann man Einrichtungen wie Büchertauschregale, Foodsharing.de oder andere Sharing-Communities nutzen oder Sachen mit Freunden oder Nachbarn tauschen. Besonders tauschgeeignet sind übrigens Spiel- und Werkzeug.

 

Weniger fliegen

Einige Fluglinien werben inzwischen damit, dass bei Langstreckenflügen pro Fluggast nur noch rund 4 Liter Kerosin pro 100 Kilometer verbraucht werden. Aber diese Rechnung geht nicht auf, denn es gilt, die gesamte Kilometerzahl eines Fluges zu berücksichtigen. Bei einer Entfernung von 15.000 Flugkilometern wird so viel Treibstoff verbraucht, dass man damit ein halbes Jahr lang jeden Tag 100 km mit dem Auto fahren könnte. Wer mit dem Auto oder der Bahn in den Urlaub fährt, kann auch im eigenen Land oder Nachbarländern schöne Urlaube verbringen.

 

Weniger Auto fahren (mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen)

Man muss ja das Auto nicht gleich abschaffen (vielleicht braucht man es ja für den Urlaub). Aber im Alltag kann es vielleicht weniger zum Einsatz kommen – zumindest wenn man einen guten Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel hat oder ein bequemes Fahrrad. Und um nochmal zum dritten Punkt zurückzukommen: Auch ein Auto kann man teilen.

 

Weniger tierische Lebensmittel essen

Laut der Welternährungsorganisation der vereinten Nationen (FAO) verursacht die Nutztierhaltung  mehr Treibhausemissionen als das gesamte weltweite Transportwesen. Fleisch, Eier, Milch und Käse sind „veredelte“ Lebensmittel, d. h. es müssen Unmengen an pflanzlichen Kalorien an die Tiere verfüttern werden, um einen Bruchteil an tierischen Kalorien „herzustellen“. Roth kommt zu dem Fazit: „Weniger tierische Lebensmittel zu essen (oder sie ganz vom Speiseplan zu streichen) ist wahrscheinlich die effizienteste Maßnahme, um den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern.“

Wer sich bei diesen größeren Posten bemüht, ist also schon gut dabei. Vielleicht ist ja noch der Umstieg auf Ökostrom drin und beim Trinken der auf mehr Leitungswasser. Da muss man sein Gewissen nicht wegen der Mango bemühen, die  man sich mal gönnt.

Eine Weile und ein paar Entscheidungen später haben wir dann unseren Weg gefunden – unsere grüne Mitte. Und dann finden wir uns an einem sonnigen Tag auf einer Parkbank wieder, mit Kaffee im Bambus-Thermosbecher und einem Eis, lesen ein Buch, tragen die gebrauchte Sonnenbrille und die Ledersandalen und genießen den Tag. Weil wir die Welt ein bisschen besser machen. Klingt herrlich entspannt, oder?

 

Quellen:

geo.de/natur/nachhaltigkeit/19071-rtkl-nachhaltig-leben-entspannt-euch-warum-wir-uns-das-nachhaltige-leben

https://www.bevegt.de/nachhaltiger-leben/

https://rosinageltinger.de/leichtigkeit-im-leben/

In Verbindung stehende Artikel
Recent articles
Der Handel mit Schnittblumen – günstig, global, giftig

Der Handel mit Schnittblumen – günstig, global, giftig

bambusliebe trifft Frau Schubert von „Besser leben ohne Plastik“

bambusliebe trifft Frau Schubert von „Besser leben ohne Plastik“

Ersatzgeschäft – Sind Fleischersatzprodukte und pflanzliche Drinks gesünder?

Ersatzgeschäft – Sind Fleischersatzprodukte und pflanzliche Drinks gesünder?

Mogel-Mobil oder klimafreundliches Gefährt? Die Sache mit dem Plug-in-Hybrid

Mogel-Mobil oder klimafreundliches Gefährt? Die Sache mit dem Plug-in-Hybrid


Deine Privatsphäre ist uns wichtig Wir verwenden Cookies, um sicherzustellen, dass Du die beste Erfahrung auf unserer Website erhältst. Privacy Policy