13KGHT73 Hautpflege in minimalistisch – bambusliebe GmbH
Hautpflege in minimalistisch

Hautpflege in minimalistisch

Was ist für fast jeden Fall bestens ausgerüstet? Badezimmerschränke. Sie beherbergen oft Tiegel und Tuben für jede einzelne Gesichtspartie sowie für jede Tages- oder Jahreszeit: Da gesellt sich die Lippen- zu der Augenpflege, die Tagescreme zur Nachtcreme und das Tonic reiht sich zwischen Mizellen-Wasser und Serum ein. Was die duften Drogerieprodukte aber alle gemeinsam haben, ist die lange Liste an Inhaltsstoffen, die dem Verbraucher ohne Chemie-Fachkenntnisse wie böhmische Beautyfarmen vorkommen. Transparenz ist eben nicht so das Steckenpferd der Kosmetik-Industrie.

Die ganzen Tipps und Infos, die es in Sachen Hautpflege gibt, machen es nicht gerade einfacher. Der eine sagt so, der andere so – es ist ein bisschen, als würde man im Dschungel den richtigen Weg suchen. Als Laie ist man also irgendwie darauf angewiesen, verlässliche Informationen zu erhalten. Und dann ist ja auch jede Haut anders. Im Prinzip mag eine Aussage wissenschaftlich korrekt sein und dennoch hat sie keine Universal-Gültigkeit.

Fest steht eines: Die ganzen Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten sind abschreckend, auch wenn man sie nicht versteht; oft enthalten sie hormonell wirkende Stoffe. Dass Parabene und Silikone ungesunde Auswirkungen haben, ist inzwischen allgemein bekannt. Zudem werden Cremes mit Füllstoffen gestreckt, die nicht pflegend oder sogar schädigend sind (Palmöl, Mineralöl). Viele dieser Stoffe gelten als potenziell gefährlich. Die Grenzwerte, die es dafür gibt, werden auch nicht unbedingt eingehalten. Und selbst wenn – was dieser bunte Mix aus all diesen Stoffen am Ende bewirken mag, kann auch keiner genau sagen.

Hinzu kommt, dass Geschichtscremes in vielen Fällen eher der Make up-Kategorie zuzuordnen und kein wirkliches Pflegeprodukt sind. Ähnlich wie bei einem Shampoo, tarnen sie die Mängel der Haut, aber beseitigen diese nicht. So kommt es, dass eine industrielle Creme trockene Hautpartikel nur überdeckt (mit Silikon) oder die fettige mit einem Film kaschiert.

 

 

Warum Öl die bessere Wahl ist

Will man die Ursache der Hautprobleme angehen und nicht nur Symptome übertünchen, ist man mit pflanzlichen Ölen am besten beraten. Öl liefert wichtige Fettsäuren und Vitamine (Linolsäure, Vitamin A, E, ….) tief in die Hautschicht. Außerdem haben sie eine kurze (oder sogar verständliche) Liste an Inhaltsstoffen. Natürlich gibt es auch hier Produkte mit synthetischen Füllstoffen oder Öle, die mit Mineral- oder Palmöl gestreckt sind und der Preis allein sagt allerdings nichts über die Qualität des Öls aus. Möchtest du auf Qualität achten, solltest du ein reines Öl auswählen, dass kaltgepresst und naturbelassen ist sowie aus einem kontrollierten biologischen Anbau stammt. Dann erzielst du bei deiner Hautpflege das gewünschte Ergebnis und schützt sie vor schädlichen Stoffen. Antioxidantien wie Tocopherol (Vitamin E) dürfen enthalten sein; sie verhindern eine Oxidation. Wurde das Öl durch den Einsatz von Lösemitteln gewonnen (Enriched Oil), sollte es auch lieber stehen gelassen werden. In diesem Fall wäre die Konzentration der Wirkstoffe niedriger.

In ihren Bestandteilen ähneln pflanzliche Öle dem natürlichen Hautfett. Sie bringen die Haut in Balance, denn sie unterstützen hauteigene Funktionen. In Cremes werden Wasser und Öl vermischt, was ein angenehmer Nährboden für Schimmelpilze und Bakterien ist. Damit diese sich nicht bilden, werden Konservierungsmittel hinzugefügt, was aber einen unschönen Nebeneffekt hat: Sie bringen die Hautflora durcheinander oder töten sie schlimmstenfalls ganz ab. Gute, reine Öle benötigen etwaige Zusätze nicht – weder Konservierungsstoffe noch Emulgatoren.

Bleibt nur noch die Sache mit der Komedogenität. Nicht jede Ölsorte kann gut in die Haut eindringen; sie verbinden sich dann mit Hautschüppchen, verhärten und verstopfen so die Poren. „Komedogen“ bedeutet also eher „verstopfend“ und „nicht komedogen“ gibt entsprechend grünes Licht für unreine Haut. Die Skala reicht dabei von 0 bis 5. Eine Übersicht der einzelnen Öle und deren Faktor findest du auf der Seite candycush.de.

Um sich diese wichtige Eigenschaft zu merken, könnte eine Eselsbrücke helfen: „Ist das Öl sehr komedogen, kannst du recht bald Pickel seh'n.“

Kokos- und Olivenöl wirken zum Beispiel komedogen. Dafür spendet Kokosöl viel Feuchtigkeit und viele haben auch im Kampf gegen unreine Haut trotzdem gute Erfahrungen damit gemacht. (Wie war das doch gleich, mit der Universal-Gültigkeit?)

Viele mögen denken, das Gesichtsöle gerade bei fettiger oder unreiner Haut die Probleme verschlimmern würden, das ist aber nicht der Fall. Vitamin E zum Beispiel wirkt entzündungshemmend und macht die Haut widerstandsfähiger, sodass sie negative Umwelteinflüsse besser abwehren kann. Öle, die aus Samen und Nüssen gewonnen werden, enthalten viele natürliche Antioxidantien. Auch sie schützen die Haut und halten die Zellen gesund.

Interessanterweise muss man gar nicht zu speziellen Gesichtsölen greifen, sondern kann einfach das nehmen, was die Küche hergibt. Speiseöle müssen zum einen viel strengere Auflagen erfüllen,  zum anderen sind sie günstiger. Je nach Hauttyp kann kaltgepresstes Kokos- oder Sonnenblumenöl eingesetzt werden, genauso wie Distelöl, Traubenkernöl, Haselnussöl, Walnuss- oder Sojaöl oder natives Olivenöl.

Das praktische ist: Du kannst das Öl deiner Wahl mit ätherischen Ölen kombinieren, entweder um die gewünschte Wirkung zu verstärken oder den Eigengeruch zu überdecken.

Shia von wastelandrebel.com gibt den Tipp, Kokosöl als Basis mit bis zu 25 % mit einem anderen Öl zu mischen. Das Resultat ist eine Creme-ähnliche Konsistenz, die z. B. als Lippenbalsam oder als Pflege für Unterwegs ganz praktisch ist. Bei ihr findest du übrigens auch eine Aufstellung über die einzelnen Küchen-Pflege-Öle und deren Wirkungsweisen.

 

Der Umstieg

Es kann sein, dass sich die Haut umgewöhnen oder besser gesagt, erst einmal richtig von dem ihr bisher zugemuteten Ballast erholen muss. In der Zeit des Umstiegs zeigt sich dann vielleicht das wahre Gesicht der Haut; ein Zustand, der auch vorher schon da war und bisher von einer Maske verdeckt wurde. Jetzt zeigt sich, was die Haut braucht. Man mag das Aussehen als problematisch empfinden und in dieser Phase brechen viele die Umstellung von Öl auf Creme wieder ab, da sie die Schuld an trockener Haut oder verstopften Poren dem Öl zuweisen. Wer jedoch am Ball bleibt, das richtige Öl sucht und findet und das gesamte Pflegeprogramm mit umstellt, hat sicher schon bald bisher ungeahnte Erfolge. Es ist nicht unbedingt einfach nur damit getan, Tuben und Tiegel durch Fläschchen zu ersetzen. Die Reinigung sollte entsprechend angepasst werden. Ein chemisches Waschgel in Kombination mit einem guten Öl, ist auch nicht das Optimum.

 

Das passende Öl richtig dosieren

Von Cremes sind wir es gewohnt einen Batzen aufzutragen, bei der Anwendung von Öl kommt das nicht so gut. Bei trockener Haut werden 4-5 Tropfen empfohlen, bei normaler 2-3 und bei fettiger oder Mischhaut nur 1-3 Tropfen (so bleibt auch kein Fettfilm zurück). Ob diese Empfehlung so auch für dich passt, musst du aber selbst herausfinden. Genauso wie das richtige Öl, denn ein Öl, das nicht zum Hauttypen passt, könnte den Zustand der Haut sogar verschlechtern. Auch kann es notwendig sein, die Pflege der Jahreszeit anzupassen. Im Sommer mag Aloe Vera-Gel oder Gurkensaft ausreichend sein. Du wirst deine Haut mit der Zeit immer besser kennenlernen.

 

Mach mal reine Haut

Damit ein Öl gut einziehen kann, muss die Haut vorher gründlich gereinigt werden, anderenfalls könnten tatsächlich Poren verstopfen (das gilt aber auch für Cremes). Dazu reicht Wasser, unsere waschbaren Abschminkpads, ein Konjac-Schwamm, Aleppo-Seife, Lava-Erde, Haferflocken – natürliche Produkte, nach denen dir der Sinn steht. Industriell hergestellt Peelings oder Masken sollten nicht mehr zum Einsatz kommen. Rühre lieber deine eigene Maske an. Dinge, die man Essen kann, spenden oft auch hervorragend Feuchtigkeit.

Trage das Öl am besten auf feuchter Haut auf. So trocknet die Haut nicht aus und durch die geringe Dosierung lässt es sich besser verteilen. Hier reicht auch einfach Wasser – oder für mehr Wellness Rosen- oder Aloe-Vera-Wasser aus der Sprühflasche.

Last but not least: Genug trinken und auf die Ernährung achten, um die Haut von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Jetske Ultee ist Forschungsärztin für kosmetische Dermatologie und verwendet selbst gern Jojobaöl. Sie schreibt: „Jojobaöl ist ein leichtes Öl, das auch leicht von der Haut aufgenommen wird und sich gut für etwas fettigere Haut eignet, da es die Poren nicht verstopft und Sebum (Talg) im wahrsten Sinne des Wortes auflöst. Aber eigentlich eignet sich dieses Öl für jeden Hauttyp. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Jojobaöl entzündungshemmend, bakterienabtötend und als UV-Schutz wirken kann.“ Ansonsten nutzt sie auch gern Kamelien- oder Reisöl.

Weiter empfiehlt sie, Öle kühl aufzubewahren, das sie nur begrenzt haltbar sind. Ein Pflanzenöl, das oxidiert, ist nicht gut für die Haut. Ultee rät, das Öl im Kühlschrank aufzubewahren und kleine Mengen davon in ein Fläschchen zu füllen.

Die Schlussworte sind der Feuchtigkeit gewidmet: Unsere Haut braucht nicht nur Fett, sondern auch Stoffe, welche Feuchtigkeit binden (besonders mit dem wachsenden Alter). Öl allein kann das nicht – womit wir wieder bei den Lebensmitteln wären. 

Buttermilch entfernt tote Hautzellen, hilft, dunkle Flecken zu entfernen und spendet viel Feuchtigkeit. Für eine Buttermilch-Kur einfach einen sauberen Lappen in Buttermilch tränken, für 15 Minuten einwirken lassen und mit kaltem Wasser abspülen. Auch Honig versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit und wirkt zudem entzündungshemmend und antibakteriell. Einfach das Gesicht mit etwas Honig „eincremen“ für eine Stunde oder auch über Nacht einwirken lassen und ebenfalls kalt abspülen. Kaum zu toppen ist aber wohl das oft zitierte Aloe Vera-Gel als Feuchtigkeitspflege.

Natürlich kann es vorkommen, dass manche Haut wirklich kein Öl verträgt. Dann ist Sheabutter eine gute Alternative oder seine selbst hergestellte Creme selber. So lässt sich die Pflege individuell auf die Haut abstimmen oder durch Zugaben wie Urea oder Vitamin E besser anpassen.

So, nun hast du viele Anregungen, wie du deinen Badezimmerschrank wirklich gut ausrüsten kannst. Und falls du noch nachhaltige bambusliebe-Zahnbürsten, waschbare Abschminkpads oder anderes umweltfreundliche Equipment gebrauchen kannst, weißt du ja, wo du sie findest.
Was ist für fast jeden Fall bestens ausgerüstet? Badezimmerschränke. Sie beherbergen oft Tiegel und Tuben für jede einzelne Gesichtspartie sowie für jede Tages- oder Jahreszeit: Da gesellt sich die Lippen- zu der Augenpflege, die Tagescreme zur Nachtcreme und das Tonic reiht sich zwischen Mizellen-Wasser und Serum ein. Was die duften Drogerieprodukte aber alle gemeinsam haben, ist die lange Liste an Inhaltsstoffen, die dem Verbraucher ohne Chemie-Fachkenntnisse wie böhmische Beautyfarmen vorkommen. Transparenz ist eben nicht so das Steckenpferd der Kosmetik-Industrie.

Die ganzen Tipps und Infos, die es in Sachen Hautpflege gibt, machen es nicht gerade einfacher. Der eine sagt so, der andere so – es ist ein bisschen, als würde man im Dschungel den richtigen Weg suchen. Als Laie ist man also irgendwie darauf angewiesen, verlässliche Informationen zu erhalten. Und dann ist ja auch jede Haut anders. Im Prinzip mag eine Aussage wissenschaftlich korrekt sein und dennoch hat sie keine Universal-Gültigkeit.

Fest steht eines: Die ganzen Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten sind abschreckend, auch wenn man sie nicht versteht; oft enthalten sie hormonell wirkende Stoffe. Dass Parabene und Silikone ungesunde Auswirkungen haben, ist inzwischen allgemein bekannt. Zudem werden Cremes mit Füllstoffen gestreckt, die nicht pflegend oder sogar schädigend sind (Palmöl, Mineralöl). Viele dieser Stoffe gelten als potenziell gefährlich. Die Grenzwerte, die es dafür gibt, werden auch nicht unbedingt eingehalten. Und selbst wenn – was dieser bunte Mix aus all diesen Stoffen am Ende bewirken mag, kann auch keiner genau sagen.

Hinzu kommt, dass Geschichtscremes in vielen Fällen eher der Make up-Kategorie zuzuordnen und kein wirkliches Pflegeprodukt sind. Ähnlich wie bei einem Shampoo, tarnen sie die Mängel der Haut, aber beseitigen diese nicht. So kommt es, dass eine industrielle Creme trockene Hautpartikel nur überdeckt (mit Silikon) oder die fettige mit einem Film kaschiert.

 

 

Warum Öl die bessere Wahl ist

Will man die Ursache der Hautprobleme angehen und nicht nur Symptome übertünchen, ist man mit pflanzlichen Ölen am besten beraten. Öl liefert wichtige Fettsäuren und Vitamine (Linolsäure, Vitamin A, E, ….) tief in die Hautschicht. Außerdem haben sie eine kurze (oder sogar verständliche) Liste an Inhaltsstoffen. Natürlich gibt es auch hier Produkte mit synthetischen Füllstoffen oder Öle, die mit Mineral- oder Palmöl gestreckt sind und der Preis allein sagt allerdings nichts über die Qualität des Öls aus. Möchtest du auf Qualität achten, solltest du ein reines Öl auswählen, dass kaltgepresst und naturbelassen ist sowie aus einem kontrollierten biologischen Anbau stammt. Dann erzielst du bei deiner Hautpflege das gewünschte Ergebnis und schützt sie vor schädlichen Stoffen. Antioxidantien wie Tocopherol (Vitamin E) dürfen enthalten sein; sie verhindern eine Oxidation. Wurde das Öl durch den Einsatz von Lösemitteln gewonnen (Enriched Oil), sollte es auch lieber stehen gelassen werden. In diesem Fall wäre die Konzentration der Wirkstoffe niedriger.

In ihren Bestandteilen ähneln pflanzliche Öle dem natürlichen Hautfett. Sie bringen die Haut in Balance, denn sie unterstützen hauteigene Funktionen. In Cremes werden Wasser und Öl vermischt, was ein angenehmer Nährboden für Schimmelpilze und Bakterien ist. Damit diese sich nicht bilden, werden Konservierungsmittel hinzugefügt, was aber einen unschönen Nebeneffekt hat: Sie bringen die Hautflora durcheinander oder töten sie schlimmstenfalls ganz ab. Gute, reine Öle benötigen etwaige Zusätze nicht – weder Konservierungsstoffe noch Emulgatoren.

Bleibt nur noch die Sache mit der Komedogenität. Nicht jede Ölsorte kann gut in die Haut eindringen; sie verbinden sich dann mit Hautschüppchen, verhärten und verstopfen so die Poren. „Komedogen“ bedeutet also eher „verstopfend“ und „nicht komedogen“ gibt entsprechend grünes Licht für unreine Haut. Die Skala reicht dabei von 0 bis 5. Eine Übersicht der einzelnen Öle und deren Faktor findest du auf der Seite candycush.de.

Um sich diese wichtige Eigenschaft zu merken, könnte eine Eselsbrücke helfen: „Ist das Öl sehr komedogen, kannst du recht bald Pickel seh'n.“

Kokos- und Olivenöl wirken zum Beispiel komedogen. Dafür spendet Kokosöl viel Feuchtigkeit und viele haben auch im Kampf gegen unreine Haut trotzdem gute Erfahrungen damit gemacht. (Wie war das doch gleich, mit der Universal-Gültigkeit?)

Viele mögen denken, das Gesichtsöle gerade bei fettiger oder unreiner Haut die Probleme verschlimmern würden, das ist aber nicht der Fall. Vitamin E zum Beispiel wirkt entzündungshemmend und macht die Haut widerstandsfähiger, sodass sie negative Umwelteinflüsse besser abwehren kann. Öle, die aus Samen und Nüssen gewonnen werden, enthalten viele natürliche Antioxidantien. Auch sie schützen die Haut und halten die Zellen gesund.

Interessanterweise muss man gar nicht zu speziellen Gesichtsölen greifen, sondern kann einfach das nehmen, was die Küche hergibt. Speiseöle müssen zum einen viel strengere Auflagen erfüllen,  zum anderen sind sie günstiger. Je nach Hauttyp kann kaltgepresstes Kokos- oder Sonnenblumenöl eingesetzt werden, genauso wie Distelöl, Traubenkernöl, Haselnussöl, Walnuss- oder Sojaöl oder natives Olivenöl.

Das praktische ist: Du kannst das Öl deiner Wahl mit ätherischen Ölen kombinieren, entweder um die gewünschte Wirkung zu verstärken oder den Eigengeruch zu überdecken.

Shia von wastelandrebel.com gibt den Tipp, Kokosöl als Basis mit bis zu 25 % mit einem anderen Öl zu mischen. Das Resultat ist eine Creme-ähnliche Konsistenz, die z. B. als Lippenbalsam oder als Pflege für Unterwegs ganz praktisch ist. Bei ihr findest du übrigens auch eine Aufstellung über die einzelnen Küchen-Pflege-Öle und deren Wirkungsweisen.

 

Der Umstieg

Es kann sein, dass sich die Haut umgewöhnen oder besser gesagt, erst einmal richtig von dem ihr bisher zugemuteten Ballast erholen muss. In der Zeit des Umstiegs zeigt sich dann vielleicht das wahre Gesicht der Haut; ein Zustand, der auch vorher schon da war und bisher von einer Maske verdeckt wurde. Jetzt zeigt sich, was die Haut braucht. Man mag das Aussehen als problematisch empfinden und in dieser Phase brechen viele die Umstellung von Öl auf Creme wieder ab, da sie die Schuld an trockener Haut oder verstopften Poren dem Öl zuweisen. Wer jedoch am Ball bleibt, das richtige Öl sucht und findet und das gesamte Pflegeprogramm mit umstellt, hat sicher schon bald bisher ungeahnte Erfolge. Es ist nicht unbedingt einfach nur damit getan, Tuben und Tiegel durch Fläschchen zu ersetzen. Die Reinigung sollte entsprechend angepasst werden. Ein chemisches Waschgel in Kombination mit einem guten Öl, ist auch nicht das Optimum.

 

Das passende Öl richtig dosieren

Von Cremes sind wir es gewohnt einen Batzen aufzutragen, bei der Anwendung von Öl kommt das nicht so gut. Bei trockener Haut werden 4-5 Tropfen empfohlen, bei normaler 2-3 und bei fettiger oder Mischhaut nur 1-3 Tropfen (so bleibt auch kein Fettfilm zurück). Ob diese Empfehlung so auch für dich passt, musst du aber selbst herausfinden. Genauso wie das richtige Öl, denn ein Öl, das nicht zum Hauttypen passt, könnte den Zustand der Haut sogar verschlechtern. Auch kann es notwendig sein, die Pflege der Jahreszeit anzupassen. Im Sommer mag Aloe Vera-Gel oder Gurkensaft ausreichend sein. Du wirst deine Haut mit der Zeit immer besser kennenlernen.

 

Mach mal reine Haut

Damit ein Öl gut einziehen kann, muss die Haut vorher gründlich gereinigt werden, anderenfalls könnten tatsächlich Poren verstopfen (das gilt aber auch für Cremes). Dazu reicht Wasser, unsere waschbaren Abschminkpads, ein Konjac-Schwamm, Aleppo-Seife, Lava-Erde, Haferflocken – natürliche Produkte, nach denen dir der Sinn steht. Industriell hergestellt Peelings oder Masken sollten nicht mehr zum Einsatz kommen. Rühre lieber deine eigene Maske an. Dinge, die man Essen kann, spenden oft auch hervorragend Feuchtigkeit.

Trage das Öl am besten auf feuchter Haut auf. So trocknet die Haut nicht aus und durch die geringe Dosierung lässt es sich besser verteilen. Hier reicht auch einfach Wasser – oder für mehr Wellness Rosen- oder Aloe-Vera-Wasser aus der Sprühflasche.

Last but not least: Genug trinken und auf die Ernährung achten, um die Haut von innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Jetske Ultee ist Forschungsärztin für kosmetische Dermatologie und verwendet selbst gern Jojobaöl. Sie schreibt: „Jojobaöl ist ein leichtes Öl, das auch leicht von der Haut aufgenommen wird und sich gut für etwas fettigere Haut eignet, da es die Poren nicht verstopft und Sebum (Talg) im wahrsten Sinne des Wortes auflöst. Aber eigentlich eignet sich dieses Öl für jeden Hauttyp. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Jojobaöl entzündungshemmend, bakterienabtötend und als UV-Schutz wirken kann.“ Ansonsten nutzt sie auch gern Kamelien- oder Reisöl.

Weiter empfiehlt sie, Öle kühl aufzubewahren, das sie nur begrenzt haltbar sind. Ein Pflanzenöl, das oxidiert, ist nicht gut für die Haut. Ultee rät, das Öl im Kühlschrank aufzubewahren und kleine Mengen davon in ein Fläschchen zu füllen.

Die Schlussworte sind der Feuchtigkeit gewidmet: Unsere Haut braucht nicht nur Fett, sondern auch Stoffe, welche Feuchtigkeit binden (besonders mit dem wachsenden Alter). Öl allein kann das nicht – womit wir wieder bei den Lebensmitteln wären. 

Buttermilch entfernt tote Hautzellen, hilft, dunkle Flecken zu entfernen und spendet viel Feuchtigkeit. Für eine Buttermilch-Kur einfach einen sauberen Lappen in Buttermilch tränken, für 15 Minuten einwirken lassen und mit kaltem Wasser abspülen. Auch Honig versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit und wirkt zudem entzündungshemmend und antibakteriell. Einfach das Gesicht mit etwas Honig „eincremen“ für eine Stunde oder auch über Nacht einwirken lassen und ebenfalls kalt abspülen. Kaum zu toppen ist aber wohl das oft zitierte Aloe Vera-Gel als Feuchtigkeitspflege.

Natürlich kann es vorkommen, dass manche Haut wirklich kein Öl verträgt. Dann ist Sheabutter eine gute Alternative oder seine selbst hergestellte Creme selber. So lässt sich die Pflege individuell auf die Haut abstimmen oder durch Zugaben wie Urea oder Vitamin E besser anpassen.

So, nun hast du viele Anregungen, wie du deinen Badezimmerschrank wirklich gut ausrüsten kannst. Und falls du noch nachhaltige bambusliebe-Zahnbürsten, waschbare Abschminkpads oder anderes umweltfreundliche Equipment gebrauchen kannst, weißt du ja, wo du sie findest.
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